• Dnes, 9. července 2011 slaví Karlův most 654 let od položení základního kamene. Stalo se tak 9. července 1357 v 5:31hod.

Vážení přátelé, petice "Za záchranu Karlova mostu" byla dne 15.6.2010 zastavena.

Petice byla spuštěna 1.10.2009 a za dobu svého trvání ji podpořilo 43 138 občanů.

Děkujme Vám za faktickou i morální pomoc.

Paris, June 22, 2010 - UNESCO, World Heritage 34 COM (dokument MS Word)UNESCO, World Heritage 34 COM 

 

February 3, The Prague Post, UNESCO looks at bridge work

 

Stop the destruction of Charles Bridge! (dokument Adobe PDF)Stop the destruction of Charles Bridge!

 

!SCHOCK!



                                                          „Der Grund für diese Reparatur ist nicht die Restaurierung. Es ist eine technische Reparatur.“

                                                                                                                                                                Pavel Kameník, Pressesprecher der SMP CZ a.s. , 14.10.2009

 

Wir protestieren gegen die Arbeitsergebnisse.

Diese kann man nur schwer als professionell und behutsam für dieses einzigartige Denkmal bezeichnen.

YouTube - Restaurierung Karlsbrücke, 2008

26.11.2009, TV ARD - "Renovierung Karlsbrücke"

 Jeden z pilířů Karlova mostu

Das Problem der neuzeitigen Reparaturen ist nicht nur der unterschiedliche Steincharakter ( Farbe, Aussehen, Eigenschaften, dauerhafte Festigkeit ), zudem werden auch die Logik des Steinschnitts und die traditionelle Art der Steinbearbeitung nicht beachtet.

Karlsbrücke, Prag 2005.

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

es handelt sich hier nicht um einen Streit unter den Denkmalpflegern, ob und wie oder auch anders die Karlsbrücke reparieren.  Es geht hier darum,  dass hier die gesetzlichen Grundbedingunen für die Reparatur eines nationalen Kulturdenkmals nicht erfüllt wurden. In diesem Fall wurden sogar die Landesgesetze missachtet und das ist bei diesem nationalen Juwel skandalös.

Im August 2007 wurde mit der Reparatur des Brückenbelags und des Steingeländers der Karlsbrücke begonnen. Für die Begutachtung der laufenden Arbeiten wurde im März dieses Jahres ein Fachausschuss für die Erneuerung der Karlsbrücke berufen. Dessen Mitglieder wurden bedeutende Fachleute aus dem Bereich der Denkmalpflege, Restauratoren und Planer mit Erfahrungen bei der Erneuerung von Kulturdenkmälern.

Dieser Fachausschuss  stellt fest : „Der Ausschuss hält es für empörend, dass ein Denkmal von solcher Bedeutung auf eine Weise repariert wird, die nicht einmal grundsätzliche Standartvorgänge erfüllt, die bei Reparaturen von anderen Kulturdenkmälern benutzt werden“. Der Ausschuss ist überzeugt, dass,  wenn es zu keiner qualitativen und prinzipiellen Änderung kommt „..... man  ernsthafte Folgen für dieses unikate Juwel nicht ausschließen kann“. Es ist daher notwendig, dass der Besitzer der Karlsbrücke, die Hauptstadt Prag, die Arbeiten unterbricht und für Nachbesserung sorgt. Die Unterbrechung der Arbeiten bis zur Lösung des optimalen Fortgangs der Reparatur hat auch die Nationale Denkmalanstalt verlangt. Die Bauarbeiten an der Karlsbrücke wurden bis zum heutigen Tag nicht eingestellt !!!

Auf die ernsthaften Mängel bei der Reparatur der Karlsbrücke hat schon vor einem Jahr die Denkmalinspektion hingewiesen ( siehe Protokoll in der Rubrik Dokumente, nur tschechisch ). Die Inspektion stellte fest, dass die Reparatur nicht ordnungsgemäß vorbereitet wurde. Es wurde keine bau-historische Untersuchung durchgeführt und es wurden keine kulturhistorischen Werte festgelegt, die bei der Reparatur beibehalten werden sollten. Es wurde keine Projektdokumentation erarbeitet. Es wurde gar nicht gelöst und vorab ordnungsgemäß verabschiedet, wie man das Steingeländer reparieren soll.

Die Folgen waren zerstörerisch. Auf der Karlsbrücke wurden Presslufthämmer und Schleifsägen einesetzt. Das Steingeländer wurde auf eine Weise zerlegt,  die an Abbrucharbeiten erinnert. Der Beweis für die rücksichtslose Einstellung zu dem Wert der Brücke  ist z.B. ein mittelalterlicher Steinquader, der mit der Schleifsäge aufgeschnitten und nachfolgend zerbrochen wurde. Der so verunstaltete Torso ist im Protokoll der Denkmalinspektion zu sehen oder in der letzten Nummer der Zeitschrift „Nachrichten der Denkmalpflege“, die von der Nationalen Denkmalanstalt herausgegeben wird. Hier kann man auch in das Lager der entfernten Steinquader der Karlsbrücke reinschauen. Auf diesem „Bestattungsort“ gibt es bis zu

30 % der ursprünglichen Quader, die in einem guten Zustand sind  und trotzdem wurden sie nicht auf ihren Platz im Geländer eingesetzt. Manche aussortierten Steine wurden sogar in der Steinmühle liquidiert. Über ihren Zustand wurde keine Aufzeichnung erstellt.

Anstelle der ursprünglich per Hand gemeißelten Quader mit qualitativer, handwerklicher, Steinmetz gerechter Oberflächenbehandlung werden ins Geländer industriell hergestellte und geschnittene Steine eingesetzt. Die neuen Stücke entsprechen nicht den Ursprünglichen weder durch die Art der Herstellung noch der Form, den Maßen oder dem Steintyp. Beim erneuten Mauern des Parapets werden die traditionellen Steinmetztechnologien wie auch  grundlegendsten Handwerksregeln nicht akzeptiert. Die Quader werden unregelmäßig eingesetzt, einerseits ragen sie aus der Mauer raus, anderseits sind sie zurück versetzt. Manche „krumm“ eingesetzten historischen Steine sind nachträglich behauen. Die Verfugung wurde ganz auf amateurhafte Art durchgeführt. Der Putz fließt beim Mauern auf die mittelalterlichen Steine in den tieferen Partien. Es ist unglaublich, dass bei der Reparatur der Karlsbrücke solche unfachmännische und mangelhafte Arbeit abgeliefert wird.

Die Feststellungen der Denkmalinspektion und des Fachausschusses für die Erneuerung der Karlsbrücke sind alarmierend !  Den ernst der Lage verstärkt die Tatsache, dass die Hauptstadt Prag und die Baufirma SMP CZ, a.s. die objektiv festgestellten Mängel heftigst dementieren ! Das kann unübersehbare Folgen für den nächsten Arbeitsabschnitt haben, bei dem die Reparatur der Pfeiler und Brückenbögen durchgeführt werden sollen.

Die Karlsbrücke ist formalrechtlich das Eigentum der Stadt Prag, aber in Wirklichkeit gehört sie der ganzen Nation. Wir rufen deswegen alle Menschen auf : „Verhindern Sie die weitere Beschädigung der Karlsbrücke, schalten Sie sich in die Petition zur Rettung dieses unikaten Nationaldenkmals ein !“

Die Assoziation des Vereins zum Schutz und der Entwicklung des Kulturguts CZ ( ASORKD ) fordert eine sofortige Einstellung der Arbeiten !!!

Wir fordern, dass die Restaurierung des tschechischen Nationaldenkmals Nummer Eins an eine Firma übertragen wird, die erfolgreiche Restaurierungen  historischer Gebäude nachweisen kann. Das Kulturgut der Prager Bauwerke ist als Einheit im Verzeichnis des kulturellen und naturellen Reichtums UNESCO eingetragen. Die Karlsbrücke wurde dort speziell vermerkt. Dieses Kulturgut verpflichtet uns, es unbeschädigt an weitere Generationen weiter zu geben.

                                                                                                                       Prag, 1. october 2009

Die Petition wurde von 43 132 Personen unterzeichnet.
česky english deutsch